Neujahrsauffahrt 2017

Am 01.01, um 14:00 nach einer langen und feuchtfröhlichen Silvesternacht gingen wir MRC-Ruderer voller Motivation aufs Wasser um auf ruderische Art das neuen Jahr zu begrüßen.
Ede, Hans, Nina und Philipp nahmen die Marathon. Michael, Rüdiger, Antje, Stephi und ich (Alex) die H.P. Schröder und Janine, Sibylle, Jörg und Manuel die Heinz-Fritz, für den Fall, dass sie unterwegs auf Eisberge treffen würden. Bei der Kraftwerk fehlten Speedclips auf der 5, somit war sie nicht fahrtüchtig.

Bei frischen -2 °C war die Pritsche so glatt, dass jeder Vierer mit sechs Leuten getragen werden musste. Trotz längs tragen, durch die weniger glatte mittlere Rampe, war der Weg zum Wasser eine Rutschpartie: "Hilfe meine Füße rutschen nur noch!" "Dann halt dich doch am Boot fest!" war nur einer der Wortwechsel, die den abenteuerlichen Beginn der Neujahrsauffahrt zeigen. Das Abstoßen war für uns Ruderer ebenfalls nicht möglich, da beim glatten Pritschenrand die Fahrt schnell zu Neujahrsbaden hätte werden können.
Zügig und motiviert startete die Marathon, beim sehr niedrigen Wasserstand, auf zum Strandbad. Dann fuhr die H-P Schröder los mit einer fröhlichen Schlagzahl. Als ich jedoch Steuerbord-Handsfree versuchte, klemmte und zerbrach das Skull. Somit musste das Boot zurück an der Pritsche um ein neues Paar Skulls zu holen und bei der Gelegenheit eine neue Schlagzahl zu probieren. „To row or not to row“ hieß es dagegen bei der Heinz-Fritz die es überraschend vor dem 2. Anlauf der Schröder losschaffte. Bei der Reißinsel traf schließlich die rastende Marathon mit den beiden rheinaufwärts fahrenden Booten zusammen, die dann vorzeitig, wenn auch widerwillig (Heinz-Fritz) umkehrten in Richtung Clubhaus.

Zwischen Parkinsel und Rheinpromenade angekommen eröffnete unser erster Vorsitzender, Michael Z., die Saison mit der Neujahrsansprache und wünschte dabei Skull- und Dollenbruch. Er fasste sich dann aber kurz als die Adenauer-Brücke bedrohlich nahe kam. Mit einem dreifachen „Hipp Hipp Hurra“ starten wir also mit unserem Skullbruch gut ins neue Jahr.
Freuen durften wir und der vom Ufer fleißig filmende und knipsende Hans uns, nach dem Befreien der Skulls von Eiszapfen, auf das warme Bootshaus, in dem nicht-rudernde Freunde und Familie für eine Glühwein-Duftnote und für reichlich Süßes sorgten.

Autor: 
Alex S., Festwart, des Mannheimer Ruder Club
Datum: 
Sonntag, 1 Januar, 2017 - 18:15